Wie der Sprung ins kalte Wasser Leben verändern kann

In der Zugspitz Arena Bayern-Tirol gibt es viele Kraftorte. Besonders die Bergseen im Süden von Deutschland haben für Moritz Ross eine wichtige Bedeutung. Ein Sprung ins kalte Wasser vor drei Jahren hat seinem Leben eine entscheidende Richtung gegeben. Inzwischen hat er die Ausbildung zum Life-Coach nach der sogenannten Wim-Hof-Methode absolviert und hilft anderen mit der richtigen Atmung, Bewegung und Kältetherapie, ein achtsameres Leben zu führen.

Waren Sie schon immer ein Fan von Kälte?

Eigentlich schon. Der kalte Atlantik in Frankreich hat mich bereits als kleiner Junge immer wieder gelockt. So richtig gefunkt hat es vor drei Jahren, als ich im tiefsten Winter einen Sprung ins kalte Wasser eines eisigen Bergsees gewagt habe. Ich war nur ein paar Sekunden drin, aber der ganze Körper hat gekribbelt und ich habe mich unglaublich lebendig gefühlt. Ich stand auf dem Steg, das Gebirge vor mir und schrie einfach nur vor Begeisterung.

Wie haben Sie Ihre Workshops entwickelt?

Bei meinen Recherchen bin ich auf die Wim-Hof-Methode gestoßen und habe mich zum Coach ausbilden lassen. Wim Hof ist ein Extremsportler aus Holland. Seine einfache, aber effektive Methode stützt sich auf drei Säulen: Atemübungen, Eisbaden und Meditation. Seit zwei Jahren gebe ich Workshops, um Menschen dabei zu unterstützen, sich gesund, stark und glücklich zu fühlen. Das Besondere dabei sind die Kraftorte in der Natur, an denen sie stattfinden. Dazu gehören der Eibsee beim Zugspitzdorf Grainau, die Zugspitze und die Tannenhütte bei Garmisch-Partenkirchen.

Wie kann man sich so einen Workshop vorstellen?

Wir fangen mit Yoga und Achtsamkeitsübungen an. Dann folgt die intensive Wim-Hof-Atemtechnik, die in eine Meditation übergeht. Danach gibt es eine kleine gesunde Mahlzeit, gefolgt vom Finale, dem Eisbad. Das ist zwar immer optional, aber am Ende trauen sich doch meist alle und sind begeistert.

Sprung ins kalte Wasser Eisbad
Das Zugspitz-Panorama untermalt ein Bad im Eis ©Magnus Winterholler

Für wen ist „Embrace Your Breath“ geeignet?

Für alle. Jeder Mensch kann von meinen Workshops profitieren. Teams können sich auf einer ganz neuen Ebene kennenlernen. Für Paare und Freunde ist es eine Möglichkeit, die Bindung zu vertiefen. Es geht darum, seine Komfortzone zu verlassen, den Sprung ins kalte Wasser bewusst zu wagen. Offen zu sein für neue Dinge, dem Alltag bewusst entgegenzuwirken, um sich wieder wirklich zu spüren und zu merken, wie groß doch die körperliche und mentale Kraft ist.

Was macht einen Kraftort aus?

Für mich steht die Zugspitze für große Herausforderungen, pure Freiheit, Grenzenlosigkeit und Weite. Deutschlands höchster Berg lässt Erlebnisse purer, reiner und intensiver werden. Allein ein paar tiefe Atemzüge auf dem Gipfel haben schon eine heilsame Wirkung.

Sprung ins kalte Wasser
Moritz Ross schwört auf Kraftorte ©Ameli Neureuther

Wie genau hilft der Sprung ins kalte Wasser den Teilnehmenden?

Das Immunsystem wird gestärkt, Stress und Ängste werden reduziert, der Schlaf wird verbessert, die Energie wird gesteigert und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gehen über ihre Grenzen hinaus. Ich möchte, dass sich Menschen mehr ihrer Gesundheit widmen, von Kopf bis Fuß. Deshalb bekommen Kursabsolventen Tipps, wie sie das Erlernte mit in den Alltag integrieren können.

Wann findet Ihr nächster Workshop statt?

Der nächste Termin auf der Zugspitze für dieses besondere Erlebnis ist der 18. Januar 2023. Regelmäßig kommen neue Termine dazu. Natürlich kann man auch auf Anfrage private Kurse bei mir buchen.

Gibt es eine Alternative, falls man nicht vor Ort den Sprung ins kalte Wasser wagen kann?

Ich habe eine Eis-Tonne, mit der ich mobil bin und so mein „Eis-to-Go“ für den Sprung ins kalte Wasser im Fass mitbringe.

Wie fühlen sich die Menschen üblicherweise nach einem Ihrer Workshops?

Denen geht es super hinterher. Das Feedback ist immer überwältigend. Ich sehe es als großes Geschenk, Leuten helfen zu dürfen. Aber fühlen ist verstehen. Man muss es am eigenen Leib erfahren haben, um wirklich zu wissen, wie sich der Sprung ins kalte Wasser anfühlt. Also kommt vorbei, ich freue mich auf euch.

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